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Warum werden Steinmetze nie arbeitslos?

11.04.2022

Hat der Job als Steinmetz oder Steinbildhauer Zukunft? Wer der Branche kennt, wird diese Frage in den meisten Fällen mit einem klaren “Ja” beantworten. Denn obwohl die zunehmende Digitalisierung dafür sorgt, dass den Steinmetzen Teile ihrer Arbeit erleichtert oder gar abgenommen werden, ist das Handwerk immer noch individuell und kreativ gefragt. 

Was macht das Berufsbild des Steinmetz‘ so besonders?

Die hervorragenden Zukunftsaussichten des Steinmetz‘ lassen sich in erster Linie durch die Jobbeschreibung erklären. Der Steinmetz ist der Fachmann, wenn es um die Bearbeitung von Steinen geht. Steinmetze werden in vielen Bereichen gebraucht, weshalb der Beruf eine ganze Bandbreite von Tätigkeiten umfasst. Sie sind nicht nur für die Bearbeitung und Restauration von Grabsteinen zuständig, die zu jeder Zeit sowie weltweit auf eine hohe Nachfrage treffen, sondern sind auch beispielsweise in der Denkmalpflege und im Bauwesen nicht wegzudenken. 

Was sind die Tätigkeitsbereiche eines Steinmetz‘?

In diesen Bereichen sind Steinmetze unter anderem tätig:

  • Gestaltung von Grabmälern
  • Restauration von historischen Gebäuden und Denkmälern
  • Bau von Brunnen und Statuen
  • Verkleidung von Fassaden
  • Behauen von Natur- und Kunststein
  • Bearbeiten von Marmor und Pflasterstein
  • Herstellung von Natursteintreppen, Bodenbelägen, Fensterbänken, Küchenarbeitsplatten, Offene Kamine und vieles mehr

 

Durch die vielen verschiedenen Tätigkeitsbereiche eines Steinmetz‘, gibt es auch viele mögliche Arbeitgeber für diesen Job. Nicht nur Grabsteinbetriebe sind auf der Suche nach Steinmetzen und Bildhauern, sondern auch Restauratoren, Kirchenbauämter, Werkstätten und nicht zu vergessen die Baubranche. 

Was verdient man als Steinmetz?

Wie Zukunftsfähig und attraktiv ein Berufsfeld ist, ist ebenso vom Verdienst abhängig. Während der Ausbildung fällt das bei einem Steinmetz erstmal durchschnittlich aus. Im ersten Lehrjahr liegt die durchschnittliche monatliche Vergütung zwischen 430 und 460 Euro brutto. Im zweiten Lehrjahr erhöht sich das Ausbildungsgehalt auf 530 bis 560 Euro pro Monat. Im dritten und letzten Ausbildungsjahr schließlich beträgt das monatliche Gehalt 600 bis 680 Euro brutto. 

Nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung steigt das Gehalt deutlich an, variiert aber sehr stark je nach Bundesland und Berufserfahrung. Hier liegt das durchschnittliche Monatsgehalt zwischen 1700 Euro und 3100 Euro brutto. Je nach Weiterbildungsgrad und Spezialisierung kann das Gehalt nochmals höher ausfallen. 

Die Zukunftsaussichten

Insgesamt sehen die Zukunftsaussichten sowie Einstiegsmöglichkeiten für Steinmetze rosig aus. Der Bedarf an Leuten mit den entsprechenden Fähigkeiten ist riesig. Die Nachfrage nach Nachwuchs ist, wie in fast allen Handwerksbetrieben, groß. Das ebnet den Weg für eine gute Position in späteren Gehaltsverhandlungen. Wer sich anschließend noch spezialisiert oder sogar eine Meisterschule besucht, hat beste Chancen auf einen krisensicheren Job und kann sogar sein eigener Chef werden. 

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